Kalksteinfassade für Goethe-Universität Frankurt am Main
Der Neubau der Sprach- und Kulturwissenschaften (SKW) bildet den nördlichen Abschluss des Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt und fügt sich in Maßstab, Struktur und Materialität selbstverständlich in das bestehende Campusensemble ein.
Böge Lindner Architekten entwickelten ein neues Universitätsgebäude aus drei kubischen Baukörpern, die unterschiedliche Nutzungen ablesbar machen und über ein gemeinsames Erdgeschossplateau miteinander verbunden sind. Innenhöfe, kurze Wege und ein klar strukturierter Erdgeschossbereich mit Foyer, Mensa und zentralem Hörsaal schaffen Orientierung und verknüpfen Campus und Stadtraum.
Die Natursteinfassade aus Trosselfels Kalkstein und Dietfurter Kalkstein nimmt Bezug auf das historische IG-Farben-Gebäude von Hans Poelzig, dessen Travertinfassade Maßstab und Atmosphäre des Campus prägen. Beim SKW-Neubau bildet geschliffener Trosselfels Kalkstein die helle äußere Fassadenebene, während hochdruckwassergestrahlter (Aquapower) Dietfurter Kalkstein die farbintensivere und zurückliegende Ebene prägt. Durch dieses Zusammenspiel entsteht räumliche Tiefe, feine Materialwirkung und eine zeitgemäße Interpretation der klassischen Lochfassade. Die vorgehängte, hinterlüftete Natursteinfassade (VHF) verleiht dem Neubau durch präzise Materialität und klare Gliederung eine eigenständige architektonische Identität.
Architektur: BKL2 Architekten PartG mbB
Fotos ©Oliver Rieger (1-4), ©wettbewerbe aktuell Verlags GmbH (5)









