Deutscher Natursteinpreis 2026
Kategorie A mit besonderer Anerkennung
Das Museum Reinhard Ernst (mre) in Wiesbaden ist als dauerhaft angelegter Kulturbau konzipiert, dessen architektonische Identität wesentlich durch den materialgerechten und konstruktiv anspruchsvollen Einsatz von Naturstein geprägt wird. Kubatur, Baufluchten und Gebäudehöhe orientieren sich am Maßstab der von der Belle Époque geprägten Umgebung. Die Straßenfront gliedert sich in zwei hohe rechteckige Baukörper. Der zur Kreuzung Wilhelmstraße/Rheinstraße auskragende Baukörper mit aufgesetztem Pyramidenwalmdach setzt dort einen gewünscht zurückhaltenden Akzent.
Die Fassade wurde mit Bethel White Granit (Vermont, USA) und gestockter Oberfläche ausgeführt. Präzise geschnittene, sorgfältig sortierte Steinformate mit minimalen Fugen erzeugen den Eindruck eines nahezu monolithischen Baukörpers. Der helle Granit zeichnet sich durch hohe Materialhomogenität und eine differenzierte Lichtwirkung aus, die je nach Tageslicht fein variiert und der Fassade Tiefe verleiht.
Die Fassade ist mit versetztem Fugenschnitt ausgeführt und wirkt durch die bewusst wenigen Fensteröffnungen nach außen geschlossen. Hakensteine an Außenecken,
Stürzen, Fensterbänken, Laibungen und Untersichten schärfen Kanten und definieren Schattenfugen. Eine Besonderheit bilden elf als Massivteil gefertigte, dreiseitig geschlossene Ecksteine am Übergang von Außenecke und Untersicht, die aufgrund der Geometrie eine aufwendige, speziell abgestimmte Verankerung erforderten. Flächige Steinuntersichten sowie die verdeckte Entwässerung hinter der VHF-Fassade runden das Erscheinungsbild ab.
Granit, weiß-grau, gestocktBethel White,
Granit, weiß-grau, AquapowerBethel White,
Granit, weiß-grau, Aquapower softCape Green®,
Granit, grün, AquapowerCape Green®,
Granit, grün, Aquapower softImpala,
Granit, grau-weiß, Aquapower softSchwedisch-Schwarz,
Granit, schwarz, poliert

























